Dank KI können Marken ihre Native-Advertising-Kampagnen durch intelligentere Zielgruppenansprache, automatisierte Gebotsabgabe, Creative-Optimierung und bessere Traffic-Qualität effizienter skalieren – mit höherem ROAS, niedrigeren CPAs und mehr Conversions.

Native Advertising folgt einer einfachen Regel: Die richtige Anzeige muss der richtigen Person im richtigen Moment angezeigt werden. Fehlt nur einer dieser Faktoren, verbrennt Ihre Kampagne Ihr Budget. Das war schon immer so. Verändert hat sich allerdings, wie schnell sich dieser optimale Punkt heute erreichen lässt.

Noch vor wenigen Jahren waren wochenlange manuelle Tests nötig, um herauszufinden, welche Creatives funktionieren, welche Zielgruppen konvertieren oder welche Platzierungen ihr Geld wert sind. Dieser Prozess läuft heute kontinuierlich im Hintergrund – automatisch, ohne dass Tabellen gepflegt oder manuell optimiert werden müssen.

Die folgenden fünf Kampagnen zeigen, was tatsächlich passiert ist, als Marken KI sinnvoll eingesetzt haben. Wir schauen uns an, worin das Problem bestand, welche Maßnahmen ergriffen wurden und wie sich die Zahlen verändert haben.

Warum KI im Native Advertising so gut funktioniert

Relevanz ist entscheidend für den Erfolg von Native Advertising. Je besser eine Anzeige auf die umgebenden Inhalte, die Zielgruppe und den Zeitpunkt abgestimmt ist, desto stärker sind die Ergebnisse. Genau diese Übereinstimmung dauerhaft und über zahlreiche Kampagnen sowie Platzierungen hinweg herzustellen, ist die größte Stärke von KI.

Targeting, Gebotsstrategien, Creative-Rotation und Traffic-Analyse können nun kontinuierlich und ganz ohne manuelles Eingreifen ablaufen. Was früher tagelange Tests erforderte, geschieht inzwischen in Echtzeit – während Optimierungssignale automatisch zurück in die Kampagne fließen.

So sieht das in den zentralen Bereichen des Native-Campaign-Managements konkret aus:

KI-Funktion Einfluss auf Kampagnen
Predictive Targeting Ermittelt schneller Zielgruppen mit hoher Kaufabsicht
Creative-Optimierung Verbessert die CTR und reduziert Creative Fatigue
Automatisierte Gebotsabgabe Unterstützt stabile CPA- und ROAS-Ziele
Analyse der Traffic-Qualität Filtert minderwertigen oder ungültigen Traffic
Kontextuelles Matching Platziert Anzeigen in relevanteren Umfeldern

Predictive Targeting verbessert die Traffic-Qualität

KI analysiert Engagement-Muster, Surfverhalten, Gerätesignale und kontextuelle Daten, um Zielgruppen mit höherem Conversion-Potenzial schneller und genauer zu identifizieren, als es mit manueller Segmentierung möglich ist. Das Ergebnis? Höhere Traffic-Qualität von Beginn an, noch bevor überhaupt ein Gebot abgegeben wird.

KI beschleunigt Creative-Testing

Native-Kampagnen verlieren schnell an Dynamik, sobald Creatives an Wirkung einbüßen. KI-Tools testen kontinuierlich Kombinationen aus Headlines, Bildern und CTAs, lenken Budgets automatisch auf die Varianten mit der besten Performance um und verdichten so das, was früher wochenlange manuelle A/B-Tests erforderte, zu einem ständig laufenden Hintergrundprozess.

Automatisierte Gebotsabgabe verbessert den ROAS

Das KI-gestützte Gebotssystem passt CPCs und CPA-Ziele basierend auf Conversion-Wahrscheinlichkeit, Qualität der Platzierung und Traffic-Verhalten in Echtzeit an. In wettbewerbsintensiven Branchen mit knappen Margen macht diese Reaktionsgeschwindigkeit einen messbaren Unterschied für die Profitabilität von Kampagnen.

Kontextuelle KI steigert Relevanz

Kontextuelle KI analysiert Seiteninhalte, Keywords und die Struktur von Webseiten, um Anzeigen in wirklich relevanten Umfeldern zu platzieren. Gerade im Native Advertising sorgt diese Übereinstimmung häufig für stärkeres Engagement und verringert die Absprungrate nach dem Klick – zwei Kennzahlen, die direkten Einfluss auf die Kampagneneffizienz haben.

Fallstudie 1: Heinz beweist seine Markenbekanntheit mit KI

Einige der erfolgreichsten KI-Werbekampagnen funktionieren deshalb so gut, weil die Idee dahinter einfach und sofort verständlich ist. Genau das gelang Heinz mit seiner bekannten KI-Ketchup-Kampagne.

Die Herausforderung

Heinz wollte seine Markenbekanntheit in einem gesättigten Verbrauchermarkt stärken – und zwar auf eine Weise, die echte Interaktion erzeugt, statt lediglich passive Impressionen zu sammeln.

Die KI-Strategie

Mit generativen KI-Tools wie DALL·E erstellte Heinz auf Basis einfacher Prompts Bilder zum Thema Ketchup. Die Idee hinter der Kampagne war bemerkenswert simpel. Ganz egal, wie die Prompts formuliert wurden, ähnelten die KI-generierten Ketchup-Bilder immer wieder einer Heinz-Ketchupflasche. Aus dieser Beobachtung entwickelte die Marke ihre zentrale Botschaft „So sieht Ketchup für KI aus“ und forderte die Community auf, eigene Prompts auszuprobieren und die Ergebnisse zu teilen, wodurch das Publikum aktiv in den kreativen Prozess einbezogen wurde.

Die Ergebnisse

Die Kampagne sorgte für enormes Online-Engagement, breite Medienresonanz und starke Dynamik in den sozialen Medien. Zudem entwickelte sie sich zu einem der bekanntesten Beispiele für generative KI-Werbung der vergangenen Jahre.

Zentrale Erkenntnis

Heinz nutzte KI nicht, um seine Markenidentität neu zu erfinden, sondern vielmehr, um zu zeigen, wie hoch der Wiedererkennungswert der Marke bereits war. Die Kampagne war erfolgreich, weil die zentrale Idee stark genug war, um für sich allein zu stehen. Gleichzeitig bot die Technologie dem Publikum eine direkte Möglichkeit, sie selbst zu erleben.

Fallstudie 2: bedrop reduzierte seinen CPA dank der KI-gestützten Optimierung von MGID um bis zu 76 %

Performance-orientierte Native-Advertising-Kampagnen stehen häufig vor derselben Herausforderung: Ausgaben skalieren, ohne dabei an Profitabilität zu verlieren. Genau damit sah sich die auf Bienenprodukte spezialisierte Wellness-Marke bedrop im hart umkämpften deutschen Gesundheitsmarkt konfrontiert. Diese Kampagne entwickelte sich zu einer der stärkeren Native-Advertising-Fallstudien und zeigte, wie KI-gestützte Optimierung sowohl Effizienz als auch Skalierung gleichzeitig verbessern kann.

Die Herausforderung

Das Unternehmen musste sowohl Kaufvolumen als auch In-den-Warenkorb-Conversions steigern, ohne dabei die Marge im wettbewerbsintensiven deutschen Health-&-Wellness-Markt zu gefährden. Die zentrale Problematik lag in der Attribution. MGID optimierte auf Basis von Last-Click-Daten, während bedrop die Performance über das First-Click-Modell von Tracify bewertete, was zu einer Diskrepanz zwischen den von der Plattform gemeldeten Zahlen und den tatsächlichen Ergebnissen des Unternehmens führte.

Die KI-Strategie

MGID hat die Optimierung entlang von vier Prioritäten ausgerichtet: Creative-Frische, Bidding-Effizienz, Traffic-Qualität und Attribution-Alignment.

Die Kampagnen wurden von CPC-Geboten auf CPA Tune umgestellt, das KI-gestützte Bidding-Modell von MGID, das Gebote in Echtzeit an Conversion-Ziele anpasst. Die Creative-Performance wurde mithilfe von Insights aus CTR Guard überwacht, ergänzt durch regelmäßige Refresh-Zyklen, um Creative-Fatigue zu vermeiden. Leistungsschwache Publisher wurden fortlaufend ausgeschlossen, wobei die Budgets gezielt auf leistungsstärkere Platzierungen umverteilt wurden. Zusätzlich wurden wöchentliche Vergleiche zwischen MGID- und Tracify-Attribution genutzt, um beide Perspektiven auf die tatsächlichen Performance-Treiber abzugleichen.

Die Ergebnisse

Bis zum Ende der vierten Woche erzielte bedrop deutliche Performance-Steigerungen über alle Kampagnen hinweg:

  • Senkung des CPA um bis zu 76,54 %
  • Steigerung des ROAS um bis zu 297 %

Die Kampagne sorgte zudem für eine deutlich bessere Abstimmung zwischen der Plattformoptimierung und den internen Attributionsdaten des Werbetreibenden, wodurch die Marke Budgets mit deutlich mehr Sicherheit skalieren konnte.

Zentrale Erkenntnis

Durch die Kombination aus automatisierter Gebotsabgabe, Echtzeit-Optimierung, regelmäßigen Creative-Aktualisierungen und transparenter Attributionsanalyse ermöglichte MGID profitables Skalieren ohne Einbußen bei der Effizienz. In wettbewerbsintensiven Märkten ist diese operative Disziplin genauso wichtig wie die Technologie selbst.

Fallstudie 3: Nike machte aus zwei Jahrzehnten an Matchdaten eine einzige Geschichte

Einige Beispiele für KI-Kampagnen konzentrieren sich in erster Linie auf Automatisierung und Performance-Kennzahlen. Andere zeigen, wie KI sowohl das Storytelling als auch die Interaktion mit der Zielgruppe im großen Maßstab stärken kann. Nikes Kampagne „Never Done Evolving“ entwickelte sich zu einem der bekanntesten Beispiele für den Einsatz von KI in der Werbung, indem sie Sportdaten, maschinelles Lernen und emotionales Storytelling miteinander verband.

Die Herausforderung

Nike wollte sein 50-jähriges Jubiläum nicht einfach mit einer klassischen Retrospektive feiern. Das Ziel: die Karriere von Serena Williams auf eine Weise zu würdigen, die sich wirklich innovativ, emotional relevant und zugleich konsistent mit der leistungsorientierten Markenidentität von Nike anfühlt – und sich dabei gleichzeitig in einem extrem überfüllten Medienumfeld durchsetzt.

Die KI-Strategie

Nike nutzte maschinelles Lernen, um nahezu zwei Jahrzehnte an Matchdaten von Serena Williams zu analysieren, darunter Bewegungsabläufe, Schlagwahl, Entscheidungsmuster sowie Spielstil in verschiedenen Karrierephasen. Auf Grundlage dieser Analyse simulierte Nike ein virtuelles Match zwischen der jüngeren und der älteren Serena Williams. Die Technologie rekonstruierte ihre Spielweise zu jedem Zeitpunkt ihrer Karriere mit einer Präzision, die den Vergleich realistisch statt lediglich illustrativ wirken ließ. KI stand dabei nie im Mittelpunkt der Kampagne. Vielmehr war sie der Mechanismus, der das Storytelling glaubwürdig machte.

Die Ergebnisse

Die Kampagne sorgte für ein enormes Online-Interesse und große Aufmerksamkeit in den Medien und stärkte gleichzeitig Nikes Positionierung rund um Innovation und sportliche Höchstleistung. Zudem entwickelte sie sich zu einem der eindrucksvollsten Beispiele für den Einsatz von KI in Werbekampagnen, bei denen maschinelles Lernen emotionales Storytelling unterstützt, statt es zu ersetzen.

Zentrale Erkenntnis

Die Kampagne war erfolgreich, weil die Geschichte an erster Stelle stand. Ohne eine starke Geschichte wären zwei Jahrzehnte an Matchdaten bedeutungslos geblieben. KI gab Nike die Möglichkeit, diese Geschichte präzise und skalierbar zu erzählen. Entscheidend war jedoch die kreative Richtung dahinter.

Fallstudie 4: Wie Nutella sieben Millionen Gläser persönlich wirken ließ

Personalisierung hat sich zu einem der wichtigsten Themen in den Erfolgsgeschichten moderner KI-Werbung entwickelt. Nutella hat gezeigt, wie KI selbst physische Verpackungen in ein groß angelegtes Werbeerlebnis verwandeln kann.

Die Herausforderung

Nutella stand vor einer typischen Herausforderung im Massenmarkt. Das Unternehmen wollte eine persönliche Verbindung zu einem Produkt schaffen, das Millionen von Menschen normalerweise eher beiläufig kaufen. Das Ziel bestand darin, ein vertrautes Produkt so wirken zu lassen, dass Menschen gezielt danach suchen, es teilen und darüber sprechen – ohne dabei das Produkt selbst zu verändern.

Die KI-Strategie

Für seine „Unica“-Kampagne in Italien nutzte Nutella generative Algorithmen, um sieben Millionen unterschiedliche Etikettendesigns zu erstellen, jeweils mit einzigartigen Kombinationen aus Mustern, Farben und visuellen Elementen. Kein Glas glich dem anderen. Die Etiketten machten aus einem alltäglichen Supermarktprodukt ein Sammlerobjekt, und die Verbraucherinnen und Verbraucher begannen gezielt nach bestimmten Designs zu suchen und ihre Funde online zu teilen. Die Verbreitung in den sozialen Medien entstand organisch, getragen von der Neuartigkeit des Produkts selbst und nicht durch bezahlte Werbung.

Die Ergebnisse

Alle sieben Millionen Gläser waren ausverkauft, während die Kampagne gleichzeitig starkes Engagement in sozialen Medien und hohe Markenreichweite erzeugte und zudem zu einem der bekanntesten Beispiele für KI-gestützte Werbung 2025 im Bereich Personalisierung im großen Maßstab wurde.

Zentrale Erkenntnis

Eine Personalisierung in diesem Umfang wäre mit traditionellen Produktionsprozessen praktisch nicht umsetzbar gewesen. Nutella nutzte generative KI für etwas strukturell Einfaches – in diesem Fall variierende Etikettendesigns –, doch die Wirkung auf das Verbraucherverhalten war erheblich. Was bislang ein Alltagsprodukt war, sorgte plötzlich für Interaktion.

Fallstudie 5: Starbucks integrierte Personalisierung in seine Prozesse – und in seine Werbung

Viele Beispiele für den Einsatz von KI in der Werbung konzentrieren sich ausschließlich auf Creatives oder die Automatisierung von Kampagnen. Starbucks verfolgte einen anderen Ansatz und integrierte KI sowohl in sein Marketing als auch in das Kundenerlebnis über die Plattform „Deep Brew“.

Die Herausforderung

Starbucks operiert in einer Größenordnung, in der Personalisierung schwer konsistent umzusetzen ist. Die Herausforderung bestand darin, Empfehlungen für Millionen von App-Nutzerinnen und -Nutzern und Treueprogramm-Mitgliedern relevant und aktuell zu gestalten, ohne dass das Erlebnis mechanisch oder generisch wirkt.

Die KI-Strategie

Starbucks baute seine KI-Strategie rund um eine proprietäre Plattform namens „Deep Brew“ auf, die Kaufhistorie, Verhaltensdaten, Standortdaten und Bestellmuster zusammenführt, um personalisierte Empfehlungen innerhalb der App und des Treueprogramms zu generieren.

Was „Deep Brew“ von klassischen Empfehlungsdiensten unterscheidet, ist der operative Umfang. Dieselbe Plattform unterstützt zudem Bestandsprognosen, Wartungsplanung für Geräte sowie Nachfrageplanung in den Filialen. Personalisierung und operative Prozesse laufen über dasselbe System, sodass kundenseitige Verbesserungen und Backend-Effizienz auf einer gemeinsamen Datenbasis gesteuert werden.

Die Ergebnisse

Dank KI konnte Starbucks seine Personalisierung verbessern, Abläufe optimieren und ein konsistenteres Kundenerlebnis über digitale Kanäle und Filialen hinweg schaffen. Die Initiative wird mittlerweile häufig als Beispiel für KI-gestützte Werbung angeführt, da sie die Personalisierung im Marketing mit betrieblicher Effizienz verbindet, anstatt beide Aspekte getrennt zu behandeln.

Zentrale Erkenntnis

Starbucks betrachtete Personalisierung als operatives Problem. Durch die Verbindung von Kundenempfehlungen und Planung auf Filialebene über eine einzige Plattform entstand eine Konsistenz, die viele KI-gestützte Marketingansätze nicht erreichen.

Was die erfolgreichsten Kampagnen gemeinsam hatten

Die Branchen mögen völlig unterschiedlich sein, doch die erfolgreichsten Beispiele für KI-gestützte Werbung folgen oft ähnlichen Mustern.

KI beschleunigt Lernzyklen

Die manuelle Optimierung – wie Creative-Tests, Placement-Analysen oder Gebotsanpassungen – erfolgt bestenfalls wöchentlich und damit immer mit einer gewissen Verzögerung. KI verkürzt diesen Feedback-Loop zu einem kontinuierlichen Prozess. Dadurch können Kampagnen auf Performance-Signale reagieren, bevor daraus kostspielige Probleme werden.

Personalisierung sorgt für mehr Interaktion

In allen fünf Kampagnen zeigte sich Personalisierung in unterschiedlichen Formen:

  • individuelle Produktdesigns,
  • personalisierte Empfehlungen,
  • datenbasiertes Storytelling,
  • automatisierte Creative-Rotation.

So unterschiedlich die Formate auch waren – die zugrunde liegende Logik blieb gleich: Je besser das Erlebnis zur Zielgruppe passte, desto stärker fiel die Reaktion aus.

Automatisierung reduziert Budgetverschwendung

Die Effizienzgewinne dieser Kampagnen entstanden vor allem durch präzisere Budgetverteilung. Durch KI-gestützte Gebotsabgabe, Traffic-Filterung und Predictive Targeting konnte der Anteil des Budgets reduziert werden, der auf Platzierungen und Zielgruppen mit geringer Conversion-Wahrscheinlichkeit entfiel – genau dort verlieren viele Native-Kampagnen unbemerkt ihre Marge.

Auch erfolgreiche KI-Kampagnen bleiben auf menschliche Kreativität angewiesen

Bei keiner dieser Kampagnen stand die Technologie im Vordergrund. Bei Heinz war es eine starke Markenidee. Bei Nike eine Geschichte, die es wert war, erzählt zu werden. Und bei Nutella ein Mechanismus, der das Produkt persönlicher wirken ließ. Zwar machte die KI all diese Ideen skalierbar, doch die Idee selbst stand immer an erster Stelle. Genau diese Reihenfolge ist entscheidend, und genau daran scheitern viele KI-gesteuerte Kampagnen.

Best Practices für KI-gestützte Native-Advertising-Kampagnen

Die KI-Optimierung ist nur so gut wie die Daten und Signale, mit denen sie arbeitet. Ein solides Kampagnenfundament – wie vielfältige Creatives, klare Conversion-Ziele und zuverlässiges Tracking – ermöglicht es automatisierten Systemen, die Kampagne effektiver zu optimieren und zu skalieren. Diese Faktoren unterscheiden Kampagnen, die nachhaltig wachsen, von solchen, die schon früh an ihre Grenzen stoßen.

  1. Mit breiterem Targeting starten: Zu enge Zielgruppeneinschränkungen begrenzen die Datenbasis, die KI-Systeme benötigen, um Muster und Zielgruppen mit hoher Kaufabsicht zu erkennen. Breitere Ausgangsparameter geben den Algorithmen Raum zu lernen, bevor die Ausspielung schrittweise auf besser performende Zielgruppen eingegrenzt wird.
  2. Mehr Creatives testen, als notwendig erscheint: Große Creative-Sets, also verschiedene Headlines, Bilder und CTA-Kombinationen, liefern Algorithmen deutlich mehr Signale zur Optimierung. Die erfolgreichste Variante ist dabei selten die, die manuell ausgewählt worden wäre.
  3. Creatives regelmäßig aktualisieren: Sobald Creative-Fatigue einsetzt, verschlechtert sich die Performance von Native Ads meist schneller als viele Werbetreibende erwarten. Regelmäßige Creative-Updates helfen dabei, die CTR stabil zu halten und die Optimierung auch über längere Kampagnenlaufzeiten hinweg effizient zu gestalten.
  4. KI über die Anzeige hinaus einsetzen: Einige der stärksten ROAS-Steigerungen entstehen durch die Kombination aus Predictive Targeting und Post-Click-Optimierung: etwa durch dynamische Landingpages, personalisierte Botschaften oder CTA-Tests. Der Klick ist nur ein Teil des Conversion-Pfads.
  5. Erst auf automatisierte Gebotsabgabe umstellen, wenn stabile Conversion-Daten vorliegen: KI-gestützte Bidding-Modelle sind auf verlässliche Signale angewiesen, um effektiv optimieren zu können. Mit manueller Gebotsabgabe zu starten und schrittweise zu automatisierten Modellen überzugehen, gibt dem System ausreichend Datenhistorie für sinnvolle Optimierungen.
  6. Traffic-Qualität ist wichtiger als Reichweite: Ein höheres Werbebudget führt nicht automatisch zu besseren Ergebnissen. KI-gestütztes Filtern und kontextuelles Matching tragen dazu bei, dass Budgets in Platzierungen und Zielgruppen fließen, die tatsächlich konvertieren.
  7. Die Creative-Strategie sollte weiterhin in menschlicher Hand bleiben: KI beschleunigt Tests und Umsetzung, optimiert jedoch nur das, was bereits vorhanden ist. Kampagnenideen, Ausrichtung von Botschaften und Markenkonsistenz erfordern nach wie vor bewusstes menschliches Urteilsvermögen – und genau das macht oft den entscheidenden Unterschied.

Der eigentliche Vorteil liegt nicht in der Technologie

Die fünf Kampagnen in diesem Artikel stammen aus unterschiedlichen Branchen, mit unterschiedlichen Budgets und Zielsetzungen, doch die grundlegende Dynamik bleibt dieselbe. KI ersetzt strategische Arbeit nicht, sondern macht die Umsetzung schneller, die Optimierung präziser und die Skalierung weniger abhängig von manuellen Prozessen.

Die Tools dafür sind mittlerweile weithin verfügbar. Der Unterschied zwischen erfolgreichen und erfolglosen Kampagnen liegt vielmehr darin, wie gezielt sie eingesetzt werden – mit klaren Zielen, starken Creative-Ideen und realistischen Erwartungen daran, was Automatisierung allein leisten kann und was nicht.

FAQ

Wie verbessert KI Native-Advertising-Kampagnen?

KI optimiert Native-Kampagnen gleichzeitig auf mehreren Ebenen: Targeting, Creative-Tests, Gebotsmanagement und Traffic-Filterung. Der größte praktische Vorteil ist die Geschwindigkeit. Optimierungen, die früher tagelange manuelle Analysen erforderten, erfolgen nun kontinuierlich, sodass Kampagnen in Echtzeit auf Performance-Signale reagieren können.

Welche Ergebnisse können KI-gestützte Kampagnen erzielen?

Die Ergebnisse variieren je nach Branche, Budget und Kampagnenreife erheblich. Typische Verbesserungen umfassen jedoch höhere CTRs, niedrigere CPAs und einen besseren ROAS. Im Fall der Firma bedrop, der in diesem Artikel behandelt wurde, sank der CPA um mehr als 76 %, während der ROAS um nahezu 300 % stieg. Diese Zahlen reflektieren jedoch einen gut strukturierten Optimierungsprozess und nicht nur die Technologie an sich.

Sind KI-gestützte Native Ads nur für große Marken geeignet?

Nein. Auch wenn große Marken über mehr Daten verfügen, sind KI-Optimierungstools heute für unterschiedlichste Budgetgrößen zugänglich. Kleinere Werbetreibende erzielen oft sogar verhältnismäßig starke Ergebnisse, da sie dank Automatisierung auch ohne große Media-Buying-Teams effizienter konkurrieren können.

Wie nutzt MGID KI im Native Advertising?

MGID setzt KI über den gesamten Kampagnenzyklus hinweg ein: von Predictive Targeting zur Ermittlung von Zielgruppen mit höherer Kaufabsicht über automatisierte Gebotsabgabe mit CPA Tune bis hin zur Bewertung der Creative-Performance durch CTR Guard, kontextuellem Matching für relevantere Platzierungen und Traffic-Filterung zur Reduzierung ungültiger oder minderwertiger Besuche.

Benötige ich viele Creatives, um KI effektiv einzusetzen?

Mehr Creative-Varianten liefern KI-Systemen mehr Signale zur Optimierung und führen in der Regel zu besseren Ergebnissen. Entscheidend bleibt jedoch die Qualität: Eine große Anzahl schwacher Creatives wird keine starke Performance liefern. KI kann zwar bei der Erstellung von Varianten helfen, doch zentrale Botschaft und visuelle Ausrichtung profitieren nach wie vor von bewusstem menschlichem Input.